Between Hitler and Stalin

Interview with Professor Timothy Snyder

Professor Timothy Snyder in Jena.
Professor Timothy Snyder in Jena. Foto: Steffen Elsner.

Am 2. Mai war Timothy Snyder zu Gast im Kolloquium des Imre-Kertész-Kollegs. Er ist Professor für Osteuropäische Geschichte an der Yale University und veröffentlichte 2010 sein Buch „Bloodlands – Europe Between Hitler and Stalin“. Darin konstruiert er einen historischen Raum, der Polen, das Baltikum, Weißrussland, die Ukraine und Westrussland umfasst. Zwischen den 1930er Jahren und 1945 wurden 14 Millionen Menschen ermordet – im Holocaust, weiteren Genoziden und forcierten Hungerkatastrophen. Für sein Werk wurde Snyder auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse mit dem Preis für Europäische Verständigung ausgezeichnet. Für Akrützel nahm er sich vor dem Kolloquium Zeit.
Das Interview erschien in einer ins Deutsche übersetzten und gekürzten Fassung in der Akrützel-Ausgabe 307.

Why have you come to Jena?
I’m friendly with the people who started the Imre Kertész Kollegium, with Włodzimierz Borodziej. They and Norbert Frei have been inviting me to come and speak about the book.

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jetzt kommentieren? 15. Mai 2012

Eine Paprika am Tag

Wie Studenten mit Essstörungen kämpfen

Eine Paprika.
Foto: Maximilian Gertler

Lara* hat große blaue Weltkugelaugen. Aus denen schaut sie entschlossen und spricht dazu mit fester Stimme. Ihre Haut sieht nach Sonne und Meer aus, die dunklen Haare fallen immer wieder trotzig in ihr Gesicht. Lara sieht gesund aus. Ihre Erscheinung gibt keine Anhaltspunkte auf das, was sie im nächsten Moment berichten wird. mehr lesen…

jetzt kommentieren? 12. Mai 2012

„Das Fleisch ist schwach“

Ein Gespräch über Essen und Hungern in Gemeinschaft

Professor Claudia Neu.
Professor Claudia Neu. Foto: privat.

Professor Claudia Neu ist Soziologin und lehrt an der Hochschule Niederrhein. Sie beschäftigt sich unter anderem damit, wie Ernährung unser Dasein prägt. Mit Akrützel sprach sie über das Frauenbild, Gruppenidentifikation und disziplinierten Verzicht. mehr lesen…

jetzt kommentieren? 12. Mai 2012

Rubensdamen

Eine kurze Geschichte der Essstörungen

Wie hingeflossen sitzt Venus auf einem Schemel, der mit rotem Samt bezogen ist, und begutachtet ihr Abbild im Spiegel, den ihr ein Cupido reicht. Ihr langes blondes Haar wird von einer Zofe gekämmt. Sie ist eine schöne Frau. Der niederländische Maler Peter Paul Rubens stellt die Göttin als perfekte Verkörperung des damals gängigen Schönheitsideals dar, inklusive kräftiger Hüften und üppiger Oberschenkel. mehr lesen…

jetzt kommentieren? 12. Mai 2012

Erst Ho, dann Hot

Eine queere Woche im Mai

Alles Paradiesvögel?
Alles Paradiesvögel? Grafik: AK Queer-Paradies.

„Hier geht‘s um Eva und Ulla und auch um Adam und Peter“, so rappt es Tapete im Lied „Pro Homo“. Dass es mit der Sexualität nicht so einfach ist, wie es sich die Verfasser des Alten Testaments vorstellen, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO entschied am 17. Mai vor 22 Jahren, Homosexualität von der Liste der psychischen Krankheiten zu streichen. Aber erst seit 2005 heißt dieser Tag „International Day Against Homophobia and Transphobia“ – kurz Idaho. mehr lesen…

jetzt kommentieren? 11. Mai 2012

Tolkien für Fortgeschrittene

Ende April fand die neunte Tolkien-Konferenz an der FSU statt

Der kleine Hobbit stellt seine ausgefeilten Marketing-Konzepte vor.
Der kleine Hobbit stellt seine ausgefeilten Marketing-Konzepte vor. Zeichnung: Martin Emberger

Kleine Männer mit dicken Bäuchen und langen zotteligen Bärten im Foyer des Campus. Einige in Kettenhemden, andere mit grünen Filzcapes. So zumindest könnten die Erwartungen aussehen, wenn sich die Deutsche Tolkien Gesellschaft zu ihrer Jahreskonferenz zusammenfindet.
Doch diese Vorstellung wird jäh zerschlagen. Manche ein bisschen nerdy, aber in normaler Kleidung des 21. Jahrhunderts, so warten die Teilnehmer am Freitag, den 27. April, nachmittags im Hörsaal 7 auf den ersten Vortrag. Man ist per Du und führt angeregte Fachgespräche. mehr lesen…

jetzt kommentieren? 11. Mai 2012

Vom Schicksal gezeichnet

Beschmierte Göttinnen im Paradies

Von Bastian Gebel
Ein dünner Schutzmantel aus Folie hält den Lauf der Dinge nicht auf – so viel steht fest.
Ein dünner Schutzmantel aus Folie hält den Lauf der Dinge nicht auf – so viel steht fest. Foto: Christoph Worsch.

Es ist Frühling im Paradies. Durch das grüne Band schlängelt sich die Saale und regt zu einem Rundgang an. Dort stoßen dieser Tage die Besucher auf drei steinerne Kolosse, die in der Dunkelheit so manchen nach zu viel Gerstensaft in Erstaunen versetzen. mehr lesen…

jetzt kommentieren? 11. Mai 2012

Lackschafe des Teufels

Saalerauschen, Teil 5: Hercules Propaganda

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Hercules trug das Fell eines Löwen und  eine Keule – Hercules Propaganda bevorzugen Handtaschen und hochhackige Stiefel.
Hercules trug das Fell eines Löwen und eine Keule – Hercules Propaganda bevorzugen Handtaschen und hochhackige Stiefel. Foto: Hercules Propaganda.

Im Rosenkeller herrscht Swingerclub­atmosphäre: Rotes Licht paart sich mit Nebel, auf der Bühne stehen Typen in Fetischklamotten und für die Animation des Publikums sorgt eine lasziv tanzende „Blondine“ mit Brusthaar. Während des Konzerts schiebt sich Sänger Fritze einen wabbeligen Spargel in den Schlund, pellt sich aus seiner Lederhose und zeigt dem Publikum seinen Allerwertesten. mehr lesen…

bisher 1 Kommentar 11. Mai 2012

Ein kleines Potpourri

Neuerwerbungen im Stadtmuseum am Markt ausgestellt

Ein bisschen stolz auf die vollbrachte Arbeit: Kurator Eric Stephan.
Ein bisschen stolz auf die vollbrachte Arbeit: Kurator Eric Stephan. Foto: Christoph Worsch.

Wie erwirbt die Kunstsammlung Jena neue Werke, wenn der Etat dafür knapp ist? Kurator Erik Stephan beantwortet dies mit einem kleinen Lächeln: mehr lesen…

jetzt kommentieren? 11. Mai 2012

Biene Maya

Das Theaterhaus inszeniert den Weltuntergang

Um Vergebung bittend.
Roland Emmerich bittet um Vergebung für seine Filme. Foto: Theaterhaus Jena.

Welches Datum ist heute? – Es ist der 21. Dezember 2012. Nach dem Maya-Kalender ist es der Tag des Weltuntergangs; nach „Bienen I“, einem Stück, das gegenwärtig am Theaterhaus Jena zu sehen ist, „ein Tag wie jeder andere“. Das Schauspiel bringt alles auf die Bühne, was die Welt so ausmacht: den Weihnachtsmann, Jesus, Sex und die Ziege. Und eben Bienen. mehr lesen…

jetzt kommentieren? 11. Mai 2012

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